Howto: Kompilieren und Installieren von NinjaIDE unter MacOS

NinjaIDE ist eine freie Entwicklungsumgebung für Python, die wir hier schon kurz vorgestellt haben. Für Windows und Linux existieren fertige Binärpakete, dort ist NinjaIDE also schnell und einfach eingerichtet. Unter MacOS sieht es leider anders aus. Hier erhält man lediglich die Software-Quellen und muss selbst kompilieren. Da NinjaIDE mit PyQt entwickelt wird, kommen Qt und PyQt als Abhängigkeiten noch dazu. Diese Anleitung beschreibt kurz, wie sich NinjaIDE unter MacOS (hier: Lion; für Mountain Lion sollten die Schritte identisch sein) bauen und installieren lässt.

Abhängigkeiten

Zunächst werden die benötigten Abhängigkeiten heruntergeladen. Kurzer Hinweis: Da die Software durchaus öfter aktualisiert wird, können die Versionsangaben in dieser Anleitung leicht von den aktuellsten Versionen abweichen.

Die benötigten Abhängigkeiten sind:

Qt4 (nicht Version 5!) von der Qt-Projektseite: http://qt-project.org/downloads

Hierbei handelt es sich um einen einfachen Installer, der das eigentliche Qt-Toolkit einrichtet. Das ist entsprechend schnell erledigt.

Bei Riverbank Computing lädt man sich nun die Sourcen für SIP und PyQt herunter:

sip-4.14.7.tar.gz von hier
PyQt-mac-gpl-4.10.2.tar.gz von hier

Beide Dateien werden wie üblich per Doppelklick entpackt. Anschließend muss das Terminal genutzt werden. (Von wegen, Mac-User hätten das nicht nötig!) Zunächst wechseln wir in das SIP-Verzeichnis und kompilieren und installieren es mit Hilfe folgender Befehle:

Das gleiche Spiel erfolgt nun mit PyQt: erst in das entsprechende Verzeichnis wechseln und die Build-Vorgang bzw. die Installation durchführen mit:

Der Vorgang dauert eine ganze Weile, man kann sich also in der Zeit getrost einen Kaffee machen.

NinjaIDE

Auf der Website des Projektes kann das Source-Paket für MacOS heruntergeladen werden. Anschließend wird es entpackt und ähnlich erstellt wie die Abhängikeiten. Wir wechseln also im Terminal in das Source-Verzeichnis und kompilieren die IDE wie folgt:

Launcher erstellen

NinjaIDE kann zunächst nur von der Shell (/usr/local/bin/ninja-ide) aus gestartet werden. Das Installationsscript beinhaltet zwar »py2app«, mit dem ein Launcher erstellt werden können sollte, das scheint aber nicht zu funktionieren (wahrscheinlich würden andernfalls auch fertige Binärpakete für den Mac angeboten werden).

Wir erstellen uns also einen einfachen Launcher mit Hilfe von Platypus, das kostenlos von der zugehörigen Projekt-Website heruntergeladen werden kann. Nach dem Start von Platypus wird das auszuführende Script /usr/local/bin/ninja-ide ausgewählt, der Script Type auf Python gestellt, ein Icon (das findet sich direkt im Source-Ordner von NinjaIDE) ausgesucht sowie wenige weitere Optionen eingestellt. Das Ergebnis sollte etwa wie folgt aussehen, wobei die Angaben zum Identifier und Autor anhand der persönlichen Benutzerkennung vorbelegt werden.

Platypus
Platypus

Mit Klick auf Create kann der gewünschte Launcher erstellt werden und beispielsweise im Application-Verzeichnis abgelegt werden.

Ninja IDE Mac
Das Ergebnis: Ninja IDE auf dem Mac

2 Gedanken zu „Howto: Kompilieren und Installieren von NinjaIDE unter MacOS“

  1. Ubuntu auf Tablet
    Herr Gebbert das Desktop von Ubuntu fand ich auch gut wie noch kein Unity sondern das
    alte Gnome Ubuntu war experimentierfreundlicher man konnte viel verändern mit einfachen Mitteln ich mochte nur das Windows XP aber es ist mir ab Vista zu künstlich ich bin auf weitere Suche nach ein ndues Betriebssytem vieleicht auf Mac da soll alles mit an Bord sein und Grafik soll gut sein können Sie paar Links geben wo in Bremen günstige Läden gibt die gebrauchte Macs Vorgängerversion reicht aus ich habe gegoogelt nix unter 300 € war dabei und 1000 € ist mir zu teuer und Ebay naja man hört von leeren Kartons und so wem kann man heute noch trauen

  2. Hmm, das Thema passt eigentlich nicht zum Artikel, aber sei’s drum 😉

    Zunächst: ich mag MacOS insgesamt sehr gerne, auch wenn ich privat „dreigleisig fahre“. Aber: gebrauchte Macs einigermaßen günstig zu bekommen ist wirklich schwer; ich würde da vielleicht zu einem neuen Mac mini raten, wirklich günstig ist der auch nicht unbedingt.

    Es gibt aber durchaus einige ordentliche und günstige PCs, die auch optisch etwas hermachen. (Nur als ein Beispiel seien hier die äußerst kompakten Desktop-PCs XC600 von Acer genannt: http://www.amazon.de/gp/product/B00CS4HO4Q/)

    Als Betriebssystem finde ich (nach einiger Eingewöhnung) das aktuelle Ubuntu durchaus ansprechend. Wenn die Oberfläche etwas klassischer daherkommen soll, kann ich das auf Ubuntu basierende Linux Mint mit Cinnamon-Desktop empfehlen. Das läuft bei mir noch auf einem alten Netbook und macht sich da ganz gut.

    Windows 8 ist natürlich auch auf jedem neu gekauften PC drauf, aber wenn man sich damit nicht anfreunden kann, habe ich dafür Verständnis 🙂 Windows 7 Home Premium erhält man aber separat auch schon für deutlich unter 100 EUR.

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