Archiv der Kategorie: Tools

Schluss

Nachdem sich hier schon seit einiger Zeit nichts mehr getan hat, kann ich das Projekt extreme-dev.de hiermit auch ganz offiziell für beendet erklären. Sollte ich noch einmal Lust darauf haben, ein Blog zum Thema Software-Entwicklung zu führen, würde ich das an dieser Stelle ankündigen.

Entwicklungsumgebung Unity: experimentelle Linux-Version veröffentlicht

Gute Nachrichten für Spiele-Entwickler: Das Unternehmen Unity Technologies arbeitet hart daran, seine Entwicklungsumgebung Unity unter Linux zur Verfügung zu stellen. Bisher werden nur Windows und MacOS unterstützt, obwohl die erstellten Spiele auch Linux lauffähig sind.

Nun ist eine erste öffentliche, experimentelle Version freigegeben worden. Offiziell wird nur Ubuntu 64bit unterstützt; auf anderen »modernen« Linux-Distributionen (hier getestet mit Linux Mint 17.1) sollte die Software aber auch funktionieren.

Unity ist eine leistungsfähige Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für Spiele (und andere 3D-Anwendungen), die zahlreiche Ausführungsplattformen vom Web-Browser über den PC und Konsolen bis hin zu Mobiltelefonen unterstützt. Eine eingeschränkte »Personal Edition«, die in begrenztem Umfang auch kommerziell verwendet werden darf, wird kostenlos angeboten; für den professionellen Einsatz bzw. Einsatz im größeren Rahmen gibt es entsprechende Lizenzen.

Unity unter Linux Mint
Unity unter Linux Mint

Microsoft veröffentlicht Visual Studio Code für Windows, Mac und Linux

Vor ein paar Jahren wäre das undenkbar gewesen: Microsoft veröffentlicht mit »Visual Studio Code« einen erweiterten Code-Editor, der plattformübergreifend und kostenlos für Windows, MacOS und Linux zur Verfügung steht. Laut Microsoft soll sich »Visual Studio Code« vor allem dafür eignen, »modern web and cloud applications« zu entwickeln und zu debuggen. Viel mehr als ein einfacher Code-Editor mit Git-Unterstützung und integriertem Debugger ist die jetzt freigegebene Preview-Version (noch) nicht. Welche Funktionen für die Zukunft geplant sind, ist nicht klar, ein Ersatz für das »große« Visual Studio wird »Code« aber sicherlich nicht werden.

Interessant ist die Architektur der Anwendung: Sie selbst basiert auf Web-Techniken, also HTML und JavaScript / TypeScript und wird mit Hilfe der Rendering Engine Chromium dargestellt. Basis dafür ist das Framework Electron.

Visual Studio Code
Visual Studio Code unter Linux Mint

Software-Tipp: aWallet Password Manager

Vor einiger Zeit habe ich hier den Tipp gegeben, aus Sicherheitsgründen für jeden Internet-Dienst, bei dem man sich registriert, ein eigenes Passwort zu vergeben. Das erste Argument, das man dagegen hört, ist sicherlich, dass sich kein Mensch mehr als eine Handvoll Passwörter wird merken können. Dafür gibt es Abhilfe, und zwar Software-Tools, die einem das »Merken« abnehmen.

Ich benutze seit einiger Zeit das Tool »aWallet Password Manager«, das auf meinem Android-Handy läuft, und das ich hier kurz vorstellen und empfehlen möchte.

Screenshot von aWallet
Screenshot von aWallet

Eine App für das Handy ist für mich sinnvoller als eine PC-Anwendung, da ich das Handy praktisch immer dabei habe. aWallet besitzt alle Grundfunktionen, die ich von einem Password Manager erwarte: Einträge können in verschiedenen Kategorien abgelegt werden, wobei die Kategorien inkl. der zu erfassenden Felder beliebig vom Anwender konfiguriert werden können. Ein Passwort-Generator ist enthalten, ebenso eine Suchfunktion. Und nicht zuletzt fügt sich die App auch optisch vernünftig in das Android-System ein.

Der größte Nachteil dieser Lösung: Sollte das Mobiltelefon abhanden kommen, sind nicht nur (falls kein Backup existiert) die Passwörter »weg«. Im schlimmsten Fall erhält der »Finder« Zugriff auf alle dokumentierten Benutzerkonten. aWallet scheint mir ausreichend Funktionen integriert zu haben, um diese Gefahr zu verringern: Wichtig ist zunächst, ein ausreichend starkes Master-Kennwort zu vergeben. Die Daten werden ausschließlich in verschlüsselter Form auf dem Gerät abgelegt, so dass ein Zugriff durch andere Apps bzw. ohne Kenntnis des Master-Kennwortes nicht möglich ist. Die App kann außerdem so konfiguriert werden, dass nach einer bestimmten Anzahl von Fehleingaben bzw. gescheiterten Entsperr-Versuchen die Daten auf dem Gerät gelöscht werden. Optional können Backups auf SD-Karte oder in der Cloud (Dropbox) erzeugt werden, die selbstverständlich auch dort ausschließlich verschlüsselt abgelegt werden. Ver- und Entschlüsselung erfolgen immer nur auf dem Android-Gerät.

Die App gibt es in einer kostenlosen Version, bei der per In-App-Kauf zusätzliche Funktionen freigeschaltet werden können. Die Cloud-Version ist kostenpflichtig, allerdings sind 2,59 EUR für die gebotene Funktionalität sicherlich angemessen.

7 Useful Git Tips for Beginners

Auch wenn es vor allem (Berufs-)Anfänger nicht einsehen wollen: Wer als Software-Entwickler nicht wenigstens irgendeine Art von Quellcode-Verwaltung verwendet, ist lebensmüde.

Bei Six Revisions gibt es einen schönen Beitrag »7 Useful Git Tips for Beginners«, der (wie der Titel bereits sagt) nützliche Hinweise und Links zu zahlreichen weiterführenden Ressourcen zum Einstieg in die Quellcode-Verwaltung mit git enthält. Nicht nur für VCS-Neulinge interessant, sondern auch für alle, die vielleicht auf git umsteigen wollen.

PyCharm nun auch in kostenloser Community Edition verfügbar

Das Unternehmen JetBrains, das zahlreiche professionelle Entwicklungsumgebungen anbietet (und auf dessen IntelliJ auch das neue AndroidStudio basiert), bietet ab sofort auch seine auf Python ausgerichtete IDE »PyCharm« in einer kostenlosen, dafür aber um einige Funktionen gekürzten »Community Edition« (CE) an. Die Software benötigt ein installiertes Java 6 oder höher und läuft unter Windows, Linux und MacOS.

Einen Vergleich zwischen abgespeckter »Community Edition« und »Professional Edition« gibt es hier, alle weiteren Informationen hier.

Was den Funktionsumfang angeht, kann eine kleine Entwicklungsumgebung wie das kürzlich hier vorgestellte NinjaIDE natürlich nicht mit PyCharm mithalten – insofern mag das neue Angebot für viele Python-Entwickler durchaus sehr interessant sein.

PyCharm unter MacOS
PyCharm unter MacOS