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FirefoxOS für Smartphones ist tot

Der Markt für mobile Betriebssysteme ist hart umkämpft, und für Neulinge ist es schwer, sich zu etablieren: Von Samsungs Tizen ist auf Smartphones nichts zu sehen, auch die großspurig angekündigten Mobilgeräte mit Ubuntu lassen auf sich warten und das Unternehmen Jolla, das auf Basis von Nokias eigentlich vielversprechendem und dann doch zugunsten von Windows aufgegebenem Meego-Expirent ihr SailfishOS entwickelt, kämpft aktuell ums Überleben. Nun hat auch die Mozilla Foundation ihren Versuch, ein neues Smartphone-System zu etablieren, offiziell für gescheitert erklärt.

In Zukunft will man zwar weitere Experimente mit FirefoxOS wagen (auf welchen Geräten, sei dahingestellt), Smartphones mit FirefoxOS werde man aber nicht mehr entwickeln und vertrieben.

Bis zuletzt hatte Mozilla es nicht geschafft, aus FirefoxOS ein stabiles und attraktives System zu machen. Brauchbare Apps gab es praktisch nicht und der AppStore war sehr bescheiden. Die wenigen (Billig-)Geräte, die mit FirefoxOS angeboten wurden, waren unattraktiv, schlecht ausgestattet und schwer zu erhalten.

Eine kurze Analyse zum Scheitern gibt es auch bei Heise Online.

Eines der letzten seiner Art: Alcatel One Touch Fire E
Eines der letzten seiner Art: Alcatel One Touch Fire E

Chrome hängt alle ab

Googles Web-Browser Chrome hängt die Konkurrenz ab: Nach aktuellen Zahlen von Stat Counter liegt der weltweite Marktanteil bei mittlerweile 43%, während der Trend beim Internet Explorer, trotz massiver Werbemaßnahmen und unbestrittener Fortschritte weiter nach unten zeigt. Langsam abwärts geht es auch beim Firefox, der ja seinerzeit erst einen »Generationenwechsel« möglich gemacht hat. Gemäß Stat Counter liegen die drei größten Browser weltweit bei Marktanteilen von knapp 43% (Google Chrome), 25% (Internet Explorer) bzw. 20% (Firefox). Dahinter folgt der Safari mit etwa 8% Marktanteil. Für einen Web-Developer bedeutet das in der Praxis, dass bei Neu-Entwicklungen auch mindestens diese vier Browser unterstützt werden sollten. Noch geht die Tendenz in die Richtung, dass die drei Browser Firefox, Chrome und Safari relativ leicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind, und der Internet Explorer aufgrund eines immer noch vorhandenen technischen Rückstandes die meiste »Extra-Arbeit« verursacht. Die vergleichsweise unterschiedliche Umsetzung von neuen HTML5-Funktionen in allen Programmen dürfte die Situation jedoch in Zukunft eher unübersichtlicher machen.

Aktuelle Browser-Marktanteile weltweit. Quelle: statcounter.com
Aktuelle Browser-Marktanteile weltweit. Quelle: statcounter.com

Vor zehn Jahren: Mozilla 1.0

Am fünften Juni ist die Version 1.0 des Webbrowser Mozilla genau zehn Jahre alt geworden. Das Ziel der Entwickler, das Internet durch die Etablierung von offenen Standards und standardkonformer Browser etwas besser zu machen, hat man jedoch erst eine Weile später erreicht, als auf Basis der umfangreichen Mozilla Suite der schlanke Standalone-Browser Firefox entwickelt worden ist – und Monat für Monat dem Internet Explorer die Marktanteile abgenommen hat. Heutzutage ist es für Seitenbetreiber und Entwickler glücklicherweise (wieder) vollkommen üblich, sich an gemeinsam erarbeiteten Standards zu orientieren und verschiedene Browser sowie Betriebssysteme zu unterstützen.

Deshalb: Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön von uns an das gesamte Mozilla-Team!