Das Floppy-Icon heißt »Speichern«

Seit mindestens 25 Jahren ist es in der IT omnipräsent: Das Disketten-Symbol, mit dem der Speichervorgang versinnbildlicht wird. Eigentlich macht dieses Symbol längst keinen Sinn mehr, kennen heutzutage doch nur noch die älteren Computernutzer überhaupt noch die Floppy-Disketten aus dem echten Leben. Grund genug für Scott Hanseman, in seinem Blog dieses und 14 andere Beispiele für überholte oder unpassende Symbole zusammen zu stellen.

Mit den Beispielen hat er größtenteils durchaus recht. Widersprechen muss ich ihm allerdings beim Lesezeichen-Symbol. Gedruckte Bücher sind allgegenwärtig und werden dieses auch noch für eine lange Zeit bleiben. Das Lesezeichen bleibt dabei unverzichtbar und bildet – meiner Meinung nach – eine perfekte Metapher für den Webbrowser: Lesezeichen sind hier und dort eine Markierung für eine (Text-)Stelle, die wir uns für späteres Nachschlagen oder späteres Weiterlesen merken wollen. Die einzige Alternative, die wir bisher geboten bekommen haben, ist das Bild des »Favoriten«. Das Setzen von Lesezeichen hat allerdings nicht immer etwas damit zu tun, auch etwas zu »favorisieren«.

Das Lesezeichen - eine unpassende Symbolik?

GIMP 2.8: Downloads für alle Systeme verfügbar

Anfang Mai ist die fast schon mit Sehnsucht erwartete Version 2.8 der Open-Source-Bildbearbeitung GIMP erschienen. Neu sind u. a. die zwei wahrscheinlich am häufigsten geforderten Features: der Einzelfenstermodus (der sich aufgrund des Klickmodus vor allem unter MacOS positiv bemerkbar macht) und die Möglichkeit, Ebenen in Gruppen beliebig zu verschachteln.

Hinzu kommen etliche neue und verbesserte Funktionen (Release Notes), die ein Update auf das neue GIMP lohnenswert machen.

In der Zwischenzeit sind neben dem offiziellen Sourcecode-Release auch die (inoffiziellen) Builds für MacOS, Windows sowie verschiedene Linux-Distributionen erschienen (Installationsanleitung für Ubuntu), so dass eigentlich niemand mehr mit dem Update warten muss.

GIMP 2.8 unter Mac OS Lion

Ubuntu in The Wild

Als alten Linux-Hasen und Open-Source-Verfechter freut es mich immer wieder, entsprechende Software im kommerziellen bzw. professionellen Umfeld wieder zu entdecken. Software besteht natürlich nicht nur aus Programmen; dazu gehört auch das Artwork drumherum. Zu den Linux-Distributionen, die diesen Punkt beherzigen und versuchen, einen ganz eigenen optischen Stil herauszubilden, gehört Ubuntu, das seit einiger Zeit sogar mit einem eigens entworfenen Font daher kommt.

Und auch wenn ich den Ubuntu Font auf dem Desktop nicht wirklich mag, war ich doch angenehm überrascht, eine professionelle Werbebroschüre (eines Internet-Dienstleisters) auf meinem Schreibtisch landen zu sehen, die genau diesen Font verwendet. Und ich finde: im Druck macht er sich richtig gut.

Der Ubuntu-Font im Print
Der Ubuntu-Font im Print

Steam für Linux wird kommen

Die Spiele-Vertriebsplattform Steam für Linux wird kommen, und zwar vermutlich noch bis zum Herbst dieses Jahres. Das berichtet zumindest Michael Larabel, Chefredakteur der Webseite Phoronix, nach einem Besuch der Valve-Konzernzentrale, bei dem er den aktuellen Stand des Steam-Clients und der Source-Engine unter Linux ausprobieren konnte. Neben Steam und der Source-Engine soll zunächst Left 4 Dead 2 auf Linux portiert werden. Weitere Spiele sollen folgen.

Für Linux-User könnte das ein wichtiger Schritt sein, sind große Spiele-Produktionen unter Linux bisher äußerst selten (die Unreal Tournament-Reihe etwa ist eine der wenigen Ausnahmen) – dabei zeigen Projekte wie das Humble Bundle doch, dass Linux-Nutzer bereit sind, für gute Angebote überdurchschnittlich viel Geld zu zahlen.