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Microsoft und Nokia: Lied vom Scheitern

Vor fünf Jahren haben Microsoft und Nokia beschlossen, gemeinsam den Handymarkt neu aufzurollen. Mit den einst erfolgreichen Geräten von Nokia und der Software-Expertise von Microsoft wollte man zurück an die Weltspitze. Der Plan ist fulminant gescheitert. Heise Online fasst die Geschichte dieses Misserfolges einmal zusammen.

Es gibt allerdings zwei Aspekte, die Heise nicht explizit erwähnt: Denn nicht nur im Consumer-Bereich ist Microsoft mit Windows Phone und Windows Mobile gescheitert, sondern auch im Business-Bereich und im industriellen Bereich. Im Business-Bereich waren auf einmal iPhones die bessere Wahl, als Windows-Geräte, nicht einmal eine möglicherweise bessere Integration in die Windows-Netzwerke war noch Argument, hat Apple doch von Anfang an darauf geachtet, dass sich die iOS-Geräte gut anbinden lassen, etwa an bestehende Exchange-Infrastrukturen.

Und nachdem es im industriellen Bereich (mobile Datenerfassung, Barcode-Scanner etc.) jahrelang praktisch nichts neben Windows Mobile gegeben hatte, konnten die Unternehmen irgendwann reihenweise auf Android-Geräte umschwenken. Niemand vermisst hier die archaischen anmutenden Windows-Geräte oder möchte noch dafür programmieren. Und aktuell sieht es auch nicht danach aus, als könnte Windows 10 diese Situation ändern.

[Oder hat jemand andere Erfahrung gemacht?]

Medienrevolution

Langsam hat es begonnen. Irgendwann hatten unsere Rechner so gute (und dabei für alle erschwingliche) Soundkarten eingebaut, dass wir am PC mindestens in CD-Qualität Musik hören konnten. Anfangs waren es noch Wave-Dateien, später die ersten MP3s, die man oft genug noch selbst von CD gerippt hat, statt sie aus dem Internet zu laden. Nach und nach kamen dann Internetradio, Napster, schnelle DSL-Anschlüsse, getauschte Videos, iTunes, irgendwann Napster mit Flatrate, WLAN und Streaming-Angebote wie Grooveshark oder Spotify und zuletzt massenweise Smartphones inklusive bezahlbarer Internet-Flatrates.

Die kabellose Smartphone- oder Tablet-Dockingstation, vielleicht noch gemischt mit AppleTV, GoogleTV oder (Samsungs) Smart TV, macht DVD-Player, Mini-Disk-Deck, Radio-Tuner und den Rest der teuren HiFi-Anlage im Wohnzimmerschrank komplett überflüssig. Streaming-Apps wie Last.FM, TuneIn Radio, Spotify, Putpat, Youtube oder The Hype Maschine liefern Inhalte ohne Ende, mit und ohne Bild, für jeden Geschmack etwas.

Da ich in den letzten Tagen etwas Freizeit hatte, habe ich tatsächlich genau das getan: Bis auf den Verstärker habe ich die komplette HiFi-Anlage entsorgt. Inhalte kommen über den internetfähigen Fernseher oder die angeschlossene Dockingstation für das iPhone. Und was will man noch mehr?

iPhone-Dock
iPhone-Dock mit Fernbedienung

Objective-C kompakt

In einem relativ schmalen Buch (rund 180 Seiten) bietet Autor Max Seelemann einen wirklich kompakten, aber recht umfassenden Einstieg in die Sprache Objective-C, um die man in der Apple-Welt nicht herum kommt. Das Buch richtet sich gezielt an Entwickler mit Erfahrung, nicht an Einsteiger und ist deshalb passend untertitelt mit „Ein Kurs für Umsteiger und Fortgeschrittene“. Eine Abhandlung der umfangreichen System-APIs und -Frameworks darf man nicht erwarten; es handelt sich um einen reinen „Sprachkurs“. Das Buch ist gut und verständlich geschrieben und berücksichtigt auch aktuelle Funktionen wie das „Automatic Reference Counting“.

ObjectiveC kompakt - Ein Kurs für Umsteiger und Fortgeschrittene
Max Seelemann
Objective-C kompakt
Ein Kurs für Umsteiger und Fortgeschrittene

184 Seiten, 24,90 Euro
dpunkt.verlag, 2012
ISBN 978-3-89864-692-5